Subjektivität der Wahrnehmung

Zwei fotografische Projekte thematisieren eingehend die Auseinandersetzung von Fremd- und Selbstbildern, der Wahrnehmung durch sich – hindurch – durch andere. Treffender als der amerikanische Psychologe William James könnte man die Problematik nicht beschreiben:

“Wo immer zwei Menschen sich treffen, sind in Wirklichkeit sechs zugegen: jeder der beiden, wie er sich selbst sieht, jeder, wie der andere ihn sieht, und jeder, wie er wirklich ist.”
(siehe hierzu auch die Ausführungen von Stefan Brunnbauer)

Das eine Projekt „Im Auge des Betrachters“ entstand Ende 2007. Nur wenige Monate danach entstand im Anschluss an „Scanomat“  2008 „Selbstporträt“.

Die Fotografie als Medium liefert nicht nur Antworten, sondern vor allem Fragen zu Realität und Schein, zu Wahrheit und Versteck. In Zeiten von digitalem Massenfotografismus werden die Augen überschwemmt von einer Bilderflut. Wo darin sich und andere entdecken, wiederfinden und nicht verlieren? Oder bedeutet der Slogan, du kannst alles werden und sein, dass jeder zu einem Potpourri der Anderen wird? Und ist das Andere noch das Fremde oder ist man selbst nicht längst der Fremde, in dem Sammelsurium der Möglichkeiten? Wie also von sich ein klares Porträt schaffen?

© 2014

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